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meinabenteuer.ch

Erika Nagyova's Abenteuer

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Wo schlafen wir heute? – Ein lustiger Abschnitt von unserer Donau-Radweg Tour

Wir gehen in die Ferien! Jupiiiii.:))) 2 Wochen ohne zu wissen, wo man am nächsten Tag schlafen kann..:)

Wir haben unseren Plan gehabt: Wir fahren von Budapest bis Belgrad an der Donau entlang. Ich wollte nach mehr als 100 km pro Tag nicht Zelten. Da wir nicht wussten wie weit uns die Beine tragen würden und es langweilig ist alles im vorraus zu planen, wussten wir erst am Ende des Tages wo wir schlafen.

Bis Rumänien haben wir keine Probleme gehabt ein Zimmer zu finden. Und der TAG kam, als das Wetter wunderschön aber die Landwirtschaft sehr eintönig war. Was sieht man hier? Nichts, nur Armut, brach liegendes Land und schlechte Strasse. Es war ruhig und speziell, am Strassenrand sassen viele Menschen von jung bis alt, die uns neugierig anstarren. Kinder rennen hinter uns her, ab und an kommt uns ein Fuhrwerk entgegen.

Es war gegen 15 Uhr, als wir in einem kleinen Dorf ankommen, hier wären „Zimmer frei”. Aber was machen wir hier bis zum Abend? Ich möchte lieber weiter fahren, obwohl mein Freund ein ungutes Gefühl hat und mir klar machen will, dass diese Gelegenheiten hier rar sind, aber ich kann ihn überreden. Wir fahren weiter und fragen immer wieder Leute nach Übernachtungsmöglichkeiten, wir werden von Dorf zu Dorf geschickt immer weiter und es wird immer später. Die Nachmittagsonne steht schon tiefer aber es hat immer noch knapp 40°C im Schatten, Supermärkte für Wasser gibt es hier nicht und Tante Emaläden sind versteckt in ungepflasterten Seitenstrassen.
Gegen 19 Uhr möchte langsam wissen, wo wir schlafen können. Die Leute schicken uns auf eine Halbinsel, wo es Unterkunftsmöglichkeiten geben soll. Bei einen Wasserkraftwerk fahren wir an einem Zöllner vorbei, er bestätigt uns das es dort hinten Zimmer gibt. Wir fahren weiter, es läuft uns ein riessiger Ebber über die Strasse, weiter hinten finden wir Barracken, jedoch als wir lautes Hundegebäll immer näherkommen hören kehren wir um, wenig später werden wir doch noch fündig und treffen eine Gruppe von Frauen Als mein Freund versuchte zwei dieser jungen Frauen um ein Zimmer zu fragen, fangen sie komisch und nervös an zu lachen und sagen nur NEIN, NEIN, NEIN….was haben Sie ?? …die Frauen – ich war gleich neben meinem Freund – haben gedacht, dass er ein „Abenteuer” mit Ihnen erleben möchte…schlimm…sehr schlimm…naja aber wir fragen weiter…und wir finden das Haus aber die Verantwortlichen wimmeln uns ab, nur eine Frau hat Verständnis und würde uns gerne was anbieten !! Im Haus können nur die Wasserkraftwerksmitarbeiter schlafen…ok, keine Stress wir haben noch 1.5h bis zur Dunkelheit

Die Sonne ist schon müde geworden und steht am Horizont, wenigstens ist es nun angenehm warm… wir fahren weiter…..es gibt in der Nähe keine Stadt, in 50 km würde etwas grösseres kommen,aber nach 120 km in den Beinen, wir denken nicht daran. Wir sind in der Ferien, sag ich immer wieder, mit diesem Satz kann ich mich ein bisschen beruhigen.
Nach 40 Minuten sehen wir in einem Dorf einen kleinen Markt, ein Auto mit italienischem Kennzeichnen steht davor, da redet jemand ein bisschen italienisch. Der Mann sagt uns, dass es unten im Tal an der Donau etwas gibt – es geht recht steil runter – es soll eine Pension sein. Ich war ungläubig. Da? Im Nichts? Wieso ist nichts ausgeschildert?

15 Minuten suchen wir nun schon…unten im Tal an einem Brunnen waschen zwei Frauen ihre Wäsche mit der Hand, links schauen uns ein paar Schweine an. Ich sehe ein Haus, ein rotes Haus. Na ja, besser fühle ich mich noch nicht…die Frauen zeigen in eine andere Richtung, aber da sehe ich nur Bäume, ich bin sehr nervös, das Tal will ich heute nicht nochmals hochfahren müssen..

Und plötzlich ein großes schönes Haus in der Mitte von Gar nichts, mit einem großen Holztor, da ist wirklich eine Pension! Die Mitarbeiterin redet überraschenderweise Deutsch (hat schwäbische Eltern gehabt), Sie ist nett aber recht schroff, vermutlich wird man so hier draussen. Wir kriegen ein einfaches aber sehr leckeres Abendessen, ein schönes Zimmer mit Klimaanlage, ein wunderschönen Blick auf die Donau und jetzt kommt das Sahnehäubchen!!! Wir können Morgen vor dem Frühstück in einem Pool schwimmen gehen. Die Frau erzählt uns, dass sie keine Schilder anmachen, weil in der Region niemand Geld hat zum übernachten Ihre Kundschaft reservieren über Internet und kommen vor allem aus dem Norden. Nebenbei erzählt Sie uns, das Sie gestern ausgebucht war, wir schauen uns ungläubig an, heute sind wir die einzigen Gäste. Vor dem schafen gehen sitzen wir auf der Veranda und sehen die Sonne in der Donau versinken.
Das war ein Abenteuer, das ich beim Schreiben ein weiteres Mal durchleben durfte! Jedesmal wenn ich diese Erlebnisse in Gedanken ein neues Mal durchlebe werden Sie schöner und die Sehnsucht steigt in diese Region zurückzukehren und neue einzigartige Lebenserfahrungen in einer fremden aber europäischen Welt zu erleben.

Kommentare (1)

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Beat Strickler

Gratuliere, Gruss, CaminoBeat
Siehe http://www.facebook.com/jakobswegperFLYER

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