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Kim Petsch und Tina Ludwig's Abenteuer

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Mit dem Velo über den Himalaya: Auf Mustangs alter Salzroute

Vor unserer Reise fragten uns Freunde immer: Ihr wollt 5 Wochen Urlaub machen, mit dem Velo? Im Himalaya?! …

Zugegeben, ohne eine fanatische Begeisterung am Veloreisen und eine gewisse Faszination daran Berge aus eigener Kraft zu erklimmen, mag diese Idee nicht nach Urlaub klingen. Doch ist diese Reise mehr für uns, als ein Messen unserer Kräfte an der Natur. Es ist eine Reise zu den Menschen, die in einer der ärmsten, aber beeindruckendsten Gegenden der Erde leben. Es ist eine Reise zu uns selbst, die uns durch Abenteuer und unvergessliche Bilder tief berührt und verbunden hat.
In Kathmandu beginnt unsere Reise. Da wir individuell und ohne Führer reisen wollen, sind die Vorbereitungen vor Ort schwierig. Die organisatorischen Hürden überwunden finden wir uns schnell auf einer der gefährlichsten Strassen der Welt wieder. Mit dem Velo fahren wir auf dem Prithvi Highway nach Pokhara. Von dort geht es weiter nach Jomsom und Kagbeni. Zelt und Kocher lassen wir zurück, um auf den schlechten Wegen Gewicht zu sparen. Das erste Etappenziel, Muktinath, erreichen wir gemeinsam mit vielen hinduistischen Pilgern, denn es ist „Dasain“, das wichtigste hinduistische Festival des Jahres. Auf kleinen Tagesetappen erklimmen wir die umliegenden Pässe und lassen uns im Nonnenkloster „Tsoknyi Gargon Ling“ den Buddhismus näherbringen.

Endlich betreten wir die „restricted area“ von Upper Mustang. Das Permit gibt uns 10 Tage, um auf der Salzhandelsroute im Kali Kandaki bis in die ehemalige königliche Hauptstadt Lo-Manthang und zurück zu kommen. Wir wissen nicht was uns erwartet, hoffen auf beste Strassen, aber erwarten die schlimmsten Trails. Die Landschaft ist phantastisch, die Menschen und ihre Traditionen sind beeindruckend. Wir gehen an unsere Grenzen, müssen schieben, tragen und bewegen uns manchmal hart am Abgrund. Während dieser Etappe befinden wir uns auf einer Zeitreise zurück in ein mittelalterliches Leben. Es ist Erntezeit in Lo-Manthang, die Menschen sind auf den Feldern und bringen per Hand ihr wertvolles Gut ein. Nur wenige Kilometer vor der chinesischen Grenze nach Tibet erreichen wir den Scheidepunkt des Himalaya und somit unserer Reise. Auf dem Rückweg kommen wir erneut in Muktinath vorbei: Hier findet gerade die Einweihungszeremonie des neuen Nonnenklosters statt. Tausende von Menschen sind gekommen, um dabei zu sein, wie die hohen Lamas aus Indien dem Bau ihren Segen geben. Wir haben die Ehre von dem hohen neunten Khamtrul Rinpoche einen ehelichen Trauungssegen zu erhalten. Der spontanen Intuition folgend ist aus unserer Abenteuerreise eine Hochzeitsreise der besonderen Art geworden.

Kommentare (1)

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Beat Strickler

Gratuliere, Gruss, CaminoBeat
Siehe http://www.facebook.com/jakobswegperFLYER

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